Unterrichtsausschluss, Entlassung von der Schule (Schulausschluss) in Bayern usw. - Ordnungsmaßnahmen:

Begriff der Ordnungsmaßnahmen:

Ordnungsmaßnahmen sind vor allem solche, die in Art. 86 BayEUG im Gesetz ausdrücklich als solche erwähnt sind - hierzu gehören:

  • Der schriftliche Verweis
  • Der Schulleiterverweis (=verschärfter Verweis)
  • Versetzung in eine Parallelklasse
  • Ausschluß in einem Fach bis zu 4 Wochen
  • Unterrichtsausschluss 3-6 Tage
  • Unterrichtsausschluss 2-4 Wochen ab Klassenstufe 7
  • Unterrichtsausschluss für mehr als 4 Wochen bei Hauptschulen sowie Hauptschulstufen der Förderschulen ab Klassenstufe 7 bzw. Berufsschulen sowie Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung
  • Zuweisung zu einer anderen Schule bei Pflichtschulen (Schulausschluss)
  • Androhung der Entlassung (= Androhung Schulausschluss)
  • Entlassung von der Schule (=Schulausschluss)

Praktische Relevanz haben auf einem vergleichsweise niederen Level die Verweise. Im höheren Bereich vor allem der Unterrichtsausschluss und heutzutage immer stärker auch der Schulausschluss.

Insbesondere - der Verweis in Bayern:

Obwohl der schriftliche Verweis bzw. verschärfte Verweis (Schulleiterverweis) in Bayern als Ordnungsmassnahme gelten, sind rechtliche Auseinandersetzungen hierüber eher selten, da sie meist nicht so recht ernst genommen werden.

Gleichwohl sollte man auch die Verweise keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen: Denn der Ausschluss in einem Fach bzw. der Unterrichtsausschluss bauen in Bayern u.a. auch auf wiederholtem Fehlverhalten auf. Es kann also durchaus sein, daß die Schule etwas zusammensammelt, um dann bei einer Lappalie mit voller Wucht und ohne Vorwarnung zuzuschlagen.

Auch gegen rechtswidrige Verweise sollte man sich folglich wehren.

Für weitergehende Fragen, eine telefonische Erstberatung zu Ihrem Fall oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Insbesondere - Unterrichtsausschluss in Bayern:

Richtig heikel beginnt es zu werden, wenn die Schule einen Unterrichtsausschluss verhängt, d.h. der Schüler mehrere Tage (bis zu mehreren Wochen) nicht in die Schule darf.

Gegen den Unterrichtsausschluss sollte man sich immer wehren, denn es besteht dann die Gefahr, daß der Schüler bereits auf der Abschußliste der Schule steht. Es ist dann oftmals nur noch eine Frage der Zeit, bis die Entlassung von der Schule (Schulausschluss) nachfolgt.

Zu beachten ist hierbei, daß der Widerspruch gegen den Unterrichtsausschluss nicht dazu führt, daß dieser nicht vollzogen wird - der Widerspruch hat in Bayern kraft Gesetzes (Art. 86 Abs 14 BayEUG) keine aufschiebende Wirkung.

Es empfiehlt sich demnach, einen Unterrichtsausschluß möglichst im Keim zu ersticken, wozu ich Ihnen unbedingt anwaltliche Vertretung empfehle, da Eltern meist nicht ernst genommen werden und es allemal ratsam ist, im Vorfeld tätig zu werden. Unberechtigte Maßnahmen können dann oftmals verhindert werden, unverhältnismäßige Maßnahmen auf ein angemessenes Maß zurückgefahren.

Ist ein Unterrichtsausschluss bereits ergangen, hilft meist nur noch ein Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht.

Für eine telefonische Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte möglichst frühzeitig, wenn ein Unterrichtsausschluss im Raum steht.

Entlassung von der Schule (Schulausschluss), Zuweisung an eine andere Schule in Bayern:

Gegen den Schulausschluss muß man sich notgedrungen immer sofort wehren.

Auch hier ist anzumerken, daß es ratsam ist, bereits im Vorfeld eines angekündigten Schulausschlusses sich anwaltlich zu wehren, da dieser dann mitunter bereits im Vorfeld im Keim erstickt werden kann, was einen erhbelichen Nervenkitzel vermeidet.

Für eine telefonische Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Allgemeiner Überblick zu Ordnungsmaßnahmen:

Einen allgemeinen Überblick zu Ordnungsmaßnahmen erhalten Sie über nachfolgende Links: