Schulwahl Realschule, Gymnasium in Bayern:

Schulwahl Realschule, Gymnasium Bayern - Grundsatz der freie Schulwahl:

Bei Realschulen und Gymnasien gibt es (zumindest in Bayern) bei der Aufnahme in die gewünschte Schule grundsätzlich keine Probleme, da die Realschulen und Gymnasien in Bayern gem. Art. 42 BayEUG nicht von der Regelung der Aufteilung nach Schulsprengeln betroffen sind.

Es besteht dem Grunde nach alledem also dem Grunde nach freie Schulwahl im Bereich der öffentlichen Schulen bei Realschulen und Gymnasien in Bayern.

Schulwahl Realschule, Gymnasium Bayern - Aufnahmekapazität:

Begrenzt wird diese freie Schulwahl durch die Aufnahmekapazitäten von Schulen.

Art. 44 BayEUG - Wahl des schulischen Bildungswesens
(3) Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme in eine bestimmte Schule in einem bestimmten Ort besteht nicht.

§ 26 Realschulordnung (RSO) Bayern:
(7) Sind mehr Bewerberinnen und Bewerber vorhanden, als im Hinblick auf die räumlichen und personellen Verhältnisse der Schule aufgenommen werden können, so bemühen sich die Leiterinnen oder Leiter der staatlichen und nichtstaatlichen Schulen um einen örtlichen Ausgleich. Gelingt dies nicht, so entscheidet der Ministerialbeauftragte mit Wirkung für die öffentlichen Schulen.

§ 26 Gymnasialschulordnung (GSO) Bayern:
(5) Sind mehr Bewerberinnen und Bewerber vorhanden, als im Hinblick auf die räumlichen und personellen Verhältnisse der Schule aufgenommen werden können, so bemühen sich die staatlichen und nichtstaatlichen Schulen um einen örtlichen Ausgleich. Gelingt dies nicht, so entscheidet der Ministerialbeauftragte mit Wirkung für die öffentlichen Schulen.

Sind die Schulen also "voll", so muß ein Auswahlverfahren stattfinden bzw. bei späteren Schulwechseln wird die Schule die Aufnahme einfach ablehnen.

Wie man sieht, sind die Normen freilich äußerst unbestimmt, so daß sich hieraus viele Fragen stellen:

  • Wann ist eine Schule wirklich voll?
  • Wie geschieht der "Ausgleich"
  • Und welche Kriterien werden bei der "Entscheidung" zugrunde gelegt?

In der Praxis behaupten Schulen natürlich recht voreilig, daß die Aufnahmekapazotäten erschöpft seien und bei der Erstaufnahme sind die Entscheidungswege vielfach mehr als vage. Oftmals erhält man nicht einmal einen schriftlichen Bescheid, sondern nur einen Anruf.

Fakt ist nach alledem, daß mit der "Aufnahmekapazität" viel vorschnell behauptet - oftmals auch einfach, weil man einen potentiell schwierigen oder leistungsschwachen Schüler nicht aufnehmen möchte.

In der Praxis stoßen Familie insbesondere bei einem späteren Schulwechsel auf massive Hürden. Und bei einem Wechsel in Klassenstufe 5 fragt man sich, warum ausgerechnet der Schüler X aus dem Klassenverband gerissen werden soll. Bei solchen Konstellationen sind rechtliche Auseinanderssetzungen meist nicht zu verhindern.

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Aufnahmekapazitäten usw. - Themenbereiche der Schulwahl:

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